Kefalonia
Auf der Suche nach unserem nächsten Urlaubsziel, einigten wir uns relativ schnell auf Griechenland. Wir wollten schönes Wetter im Frühling, Meer, gutes Essen und nicht allzu viel Geld ausgeben.
Bei der anschließenden Recherche entschieden wir uns dann gegen die bekannten Inseln wie Rhodos, Kreta, Santorini, Mykonos, Kos und Co. Wir entschieden uns für die eher unbekannte Insel „Kefalonia“. Die ionische Insel, im Westen Griechenlands versprach weniger Tourismus und authentische griechische Fischerdörfer.
Wir buchten 7 Tage von Dienstag bis Dienstag, und zahlten für die Flüge, Hotel mit Frühstück und Mietwagen schlappe 300 €. Preislich also schon mal ein echtes Schnäppchen! Hierbei noch mal danke an die Urlaubspiraten!
Los ging es dann von Frankfurt per Direktflug mit Ryanair nach Kefalonia. Schon bei der Ankunft faszinierte uns die Insel mit ihrem Charme. Auf dem „Flughafen“ fanden wir außer unserer Maschine, kein weiteres Flugzeug. Der Flughafen war etwa so groß wie ein Sportplatz und die Ankunftshalle halb so groß wie eine Sporthalle.
Untergebracht waren wir zwischen Argostoli (der Hauptstadt) und Lassi. Den ersten Tag nutzen wir, um Argostoli und die Umgebung zu erkunden. Hier kann man stundenlang an der Küste entlanglaufen und die frische Meeresluft genießen. Zwischendurch machten wir dann Stopps, für einen Kaffee, für Eis und für Feta-Baguette und Bier. Wir ließen also die griechische Küche auf uns wirken ;-).
Ein besonderes Highlight sind die Schildkröten in Argostoli. Riesige Tiere die direkt an der Hafenpromenade gesichtet werden können. Wir sahen welche von der Brücke und vom Restaurant „Kalafatis“.
Tags darauf machten wir einen tollen Ausflug mit dem Auto. Wir fuhren in den Norden. Unser erstes Ziel: der schönste Strand von Kefalonia. „Myrtos Beach“. Schon die Anfahrt mit dem Auto von oben war atemberaubend schön.
Der Strand überzeugt mit kristallklarem Wasser. Zwar findet man statt feinem Sand, einen steinigen Strandabschnitt vor, aber dieser Anblick lässt es verzeihen. Das Wasser ist im Mai noch etwas kalt, aber bei warmen Außentemperaturen konnte ich zumindest mal kurz ins Wasser hüpfen. Nach dem Badeaufenthalt fuhren wir in das gemütliche Asos weiter.
Asos liegt total schön an einer Bucht und ist umringt von türkisenem Wasser. Wir aßen griechischen Joghurt, tranken dazu einen Eiskaffee und genossen dabei die ruhige Atmosphäre.
Ein paar Touris waren zwar auch da, die konnten aber an beiden Händen abgezählt werden.
Im Anschluss wanderten wir noch ca. 45 Minuten hoch zur Burg Agios Georgios und genossen den Blick auf das weite Meer, bevor wir uns wieder in unseren kleinen Opel Corsa begaben.
Unsere nächste Anlaufstelle war Fiskardo, ganz im Norden von Kefalonia. Das Fischerdorf besteht aus vielen kleinen Restaurants direkt am Meer. Wir aßen dort leckeren Fisch und tranken guten Rosé-Wein. Der krönende Abschluss eines genialen Ausfluges.
An unserem dritten Tag versteckte sich die Sonne hinter einer dichten Wolkendecke und wir beschlossen daraufhin zu wandern. Wir fuhren zum Nationalpark Enos. Hier ist der höchste Berg Kefalonias zuhause. Er wird wahlweise Enos oder Ainos Oros genannt. Wir stellten das Auto am Anfang des Nationalparks ab und wanderten zum Summit in ca. 1628 Metern Höhe. Eine schöne etwa 4-stündige-Wanderung. Logischerweise hat man oben einen Blick auf die ganze Insel, dieser wurde uns aber leider verwehrt, da es zu bewölkt und nebelig war. Dafür konnten wir uns oben in einem Buch verewigen, als die Bezwinger des Ainos Oros.
Das Wetter wurde jedoch am Nachmittag wieder besser und so genossen wir einen überragenden Nachmittag im besten Café Kefalonias: Im Café Kastro. Die Besitzer sind ein ganz nettes älteres Ehepaar. Ein Grieche und eine Engländerin. Man sitzt inmitten von Blumen mit einem tollen Ausblick auf das entfernte Meer. Eigentlich wollten wir nur einen kleinen Snack zu uns nehmen, aber mit pikantem Feta, Kebab und Kuchen hatten wir dann auch unser Abendessen abgedeckt.
Am folgenden Tag nutzten wir blauen Himmel und Sonne um unseren Touri-Tag einzulegen. Wir fuhren zunächst zu dem Melissani Lake. Eine Höhle, in der das Wasser in der Mittagsonne in unfassbar schönen Farben glänzt.
Ein schönes Naturspektakel, was aber auch andere Touristen anlockt und so die größte Touristenattraktion der Insel ist.
Danach legten wir uns an den schönen Strand von „Antisamos“. Auch hier wieder tolles Wasser und durch die über 25 Grad in der Sonne, wagte ich mich auch öfter in die Fluten.
Nachmittags gab es noch ein leckeres Eis, bevor wir unsere gekauften Snacks auf unserem Hotelbalkon beim Sonnenuntergang verspeisten.
Um 10 Uhr am vorletzten Tag wurden uns zwei Fahrräder gebracht, welche wir am Vortag bei „rentalbikes Kefalonia“ reserviert hatten. Für nur 10 Euro pro Fahrrad wurden uns die Räder gebracht und wir konnten sie 24 Stunden nutzen.
Bei Sonnenschein fuhren wir an der Hauptstadt vorbei ca. 35 Kilometer die Küste entlang, um dann in Lixouri auf dem Marktplatz einen leckeren Cappuccino zu schlürfen.
Da die letzten 10 Kilometer dank Gegenwind ziemlich in die Beine gingen, fuhren wir mit Gebäck bewaffnet zum nächstgelegenen Strand. Dort entspannten wir etwas und fuhren anschließend für wenige Euro mit der Fähre nach Argostoli zurück.
Die anderen beiden Tage erholten wir uns von den 45 Kilometern radeln wahlweise im Bett, am Strand, in Cafés oder Restaurants.
Ein perfektes Reiseziel für eine Woche Urlaub. Nicht so touristisch und man kann sehr gut wandern, da Kefalonia sehr bergig ist. Das kristallklare Wasser und die kleinen griechischen Dörfer machen die Insel zu einem echten Schmuckstück!
Wir können ein Hotel in der Nähe von Argostoli empfehlen, da alle Wege über die Hauptstadt führen.















