Allgäu - Wandern in Oberstaufen und Besichtigung des Schloss Neuschwansteins

Geplant war an diesem Wochenende eine gänzlich andere Tour. Sabine und Ich wollten eine Hüttenwanderung über die Nagelfluhkette machen. Eine geniale Gratwanderung von Immenstadt nach Oberstaufen mit 17 Gipfelbesteigungen. Doch leider machte uns beiden eine Sommergrippe zu schaffen. Erkältet mitten im Juli macht wirklich keinen Spaß... So entschieden wir uns schweren Herzens gegen die geplante Tour, da man bei einer solch anstrengenden Wanderung wirklich bei vollen Kräften sein sollte. Wir krempelten unseren Plan um, fuhren aber dennoch nach Immenstadt. Das Gute am Wandern im Allgäu: Es gibt immer andere Wege und Mittel um ans Ziel zu kommen. 
Bei strahlend blauem Himmel setzten wir uns also vom Tal aus in Bewegung und liefen am Fluss entlang zu unserer schon vorgebuchten Hütte dem „Kemptner Naturfreundehaus“. Wir liefen sehr entspannt und mit vielen Pausen und erreichten unser Ziel nach ca. vier Stunden. 
Nicht vergleichbar mit der ursprünglichen Etappe, aber immerhin bewegten wir uns etwas in den Bergen. Endlich wieder. Nach Neuseeland hatten wir das echt vermisst. 
Oben auf der Hütte machten wir dann einen faulen Lenz, aßen lecker Kuchen und tranken ein Etappen-Radler. Bei herrlicher Aussicht, frischer Bergluft und einem guten Buch ruhten wir unsere Beine etwas aus, bevor es gegen Abend Schupfnudeln mit Sauerkraut und Nürnbergern gab. Bevor es früh schlafen ging, tranken wir noch in lustiger Gesellschaft ein Abschluss-Bierchen.
Da es mit der Erkältung nicht wirklich aufwärts ging, liefen wir erneut einen komplett anderen Weg. Vom Naturfreundehaus liefen wir ca. 3-4 Stunden abwärts zur Hochgrat-Bahn. Auch hier ging es wieder idyllisch am Fluss entlang und zwischendurch machten wir sogar eine kurze Badepause mit Picknick. 
Unten an der Bergstation angekommen zahlten wir den recht hohen Preis für die Bergbahn und fuhren aufwärts zu unserer nächsten Unterkunft: Dem Staufner Haus. Hier schliefen wir in einem gepflegten Lager mit einigen Gleichgesinnten.
Am nächsten Tag wurden wir von unserem Muskelkater überrascht. Die Touren waren zwar sehr entspannt, aber am Vortag waren wir doch 700 – 800 Höhenmeter abgestiegen, was dann doch ganz gut in die Waden geht. 
Bei leckerem Frühstück entschieden wir uns dann endgültig die Hüttentour abzubrechen und runter ins Tal abzusteigen. Unsere letzte Etappe hatte es dann auch noch mal in sich. Ca. 6 Stunden liefen wir vom Staufner Haus nach Steibis, wo wir mit dem Bus zu unserem Auto nach Oberstaufen fuhren. 
Nach leckerem Kaiserschmarren machten wir uns auf den Weg eine der größten Touristenattraktionen in Deutschland zu besichtigen.
Dem Schloss Neuschwanstein. Nachdem wir Australier und Neuseeländer kennengelernt hatten, die uns Deutschen von dem Schloss erzählten, entschieden wir uns, es eines Tages auch mal zu besuchen. Und so nutzen wir die Planänderung um diese Attraktion zu besichtigen. 
In dem Zuge konnten wir auch das Schloss Hohenschwangau besichtigen, welches wir von der Umgebung noch cooler fanden. 

Unseren letzten Stopp machten wir auf dem Rückweg in Aalen. Bei schlechtem Wetter zog es uns in ein Wellnesshotel und wir kurierten weiter unsere Sommergrippe aus. 

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